Ursprünglich wollte ich nur den grossartigen Kommentar von Schlomo Avineri von dieser Woche aus der NZZ als Link einstellen. Das Ganze war aber schon beinah einen Tag später überholt. Hatte doch tatsächlich ein palästinensicher Funktionär (ich hab den Namen leider vergessen) doch öffentlich erklärt: Israel solle endlich mit den Provokationen aufhören.
Mir hat es beinah dem Atem verschlagen.
Man lasse sich dass doch einmal ganz langsam die Zunge runterrollen.
Das ewig weiterbauen an den Siedlungen ausserhalb der Grenze von 67 sind ein ewiger Streit – von allen Seiten ein Gezetter. Die einen Rufen unrechtmässig, den anderen geht es nicht schnell genug.
Neu ist aber, vielleicht auch nur für mich, dass hier erstmal eine Handlung in ein neues Wort gepackt wurde und ich hoffe es ist nicht nur ein Übersetzungsfehler. Jemand der schreit: Das dürft ihr nicht! sieht sich in er erster Linie als Opfer. Wenn man schreit: ihr provoziert uns! Ist man plötzlich in einer anderen Position. Man tritt heraus aus der Opferdasein und begreift sich selbst als gleichberechtigter Verhandlungspartner. Nicht müssen in erster Linie die anderen immer auf einen Rücksicht nehmen – sondern man feilscht um Methoden, um einen Stil und die Folgen einer Auseinandersetzung.
Ich hoffe sehr, dass dies wirklich kein Übersetzungsfehler war.
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